Familienrecht Kinder - Ihr Fachanwalt für Familienrecht in Bochum

Für den Umgang mit Kindern kennt das Familienrecht eine universelle Vorgabe: Bei allen Entscheidungen, die Kinder betreffen und/oder beeinträchtigen, steht das Kindeswohl stets an erster Stelle.

Dies bedeutet, dass das Wohl des Kindes auch bei einer Trennung / Scheidung seiner Eltern jederzeit vor die Bedürfnisse von Lebenspartner und Ehepartner gestellt wird. Deutlich wird dies z.B. beim Unterhalt, bei dem der Kindesunterhalt immer vor den Unterhalt für den Partner gestellt wird.

Für spezielle Aspekte zum Umgang mit Kindern bei Trennung und/oder Scheidung stehe ich Ihnen als Fachanwalt für Familienrecht in Bochum beim Familienrecht gerne beratend zur Seite. Individuelle Situationen lassen sich sehr gut in einem persönlichen Gespräch erörtern. Dadurch können auch Spezialfälle vom Umgang mit Kindern schnell zum Wohle des Kindes geklärt werden.

Im Folgenden finden Sie zusätzlich noch einige allgemeine Hinweise, die wichtige Kinder betreffende Regelungen im Familienrecht erläutern.

Video: Familienrecht Kinder

Über die wichtigsten Bereiche im Thema Familienrecht Kinder können Sie sich auch in unserem Video informieren. Rechtsanwalt Sören Machleb fasst in diesem die Kernthemen zusammen.

Sorgerecht

Der genaue rechtliche Begriff für das Sorgerecht lautet „Elterliche Sorge“. Das Sorgerecht steht Eltern, die bei der Geburt des Kindes verheiratet sind, gemeinsam zu. Sind die Eltern nicht verheiratet, verbleibt das Sorgerecht bei der Mutter, sofern diese nicht eine Sorgerechtserklärung mit dem Kindesvater abgibt oder diesen ehelicht. In beiden Fällen fällt das Sorgerecht beiden Elternteilen gemeinsam zu.

Bei einer Trennung/Scheidung verbleibt das Sorgerecht bei beiden Eltern, sofern keiner von beiden das alleinige Sorgerecht beantragt und erhält. Auch bei einem gemeinsamen Sorgerecht werden jedoch nur Entscheidungen gemeinsam getroffen, die einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung und Zukunft des Kindes haben, wie z.B. welchen Kindergarten / welche Schule es besuchen soll oder ob und wie Operationen oder auch weite Auslandreisen durchgeführt werden.

Alltägliche Entscheidungen, z.B. über das tägliche Essen, die Kleidung oder die Freizeitgestaltung - soweit nicht gefährlich, werden hingegen von dem Elternteil getroffen, bei dem sich das Kind aufhält (siehe Aufenthaltsbestimmungsrecht im folgenden Abschnitt).

Wichtiger Hinweis: Bei schweren Verfehlungen eines Elternteils gegenüber der Sorgerechtspflicht ist es möglich, diesem das Sorgerecht zu entziehen bzw. der andere Elternteil kann in diesem Fall das alleinige Sorgerecht beantragen. Zu diesen Verfehlungen gehören permanentes Nichtkümmern um die Bedürfnisse des Kindes oder Gewalt gegen das Kind.

Aufenthaltsbestimmungsrecht

Wie bei allen Regelungen bezüglich von Kindern im Familienrecht steht auch beim Aufenthaltsbestimmungsrecht das Kindeswohl an erster Stelle.

Aus diesem Grund richten sich die Entscheidungen, welchem Elternteil das hauptsächliche Aufenthaltsrecht zugesprochen wird, danach, welche Situation für das Kind die bestmögliche Lösung ist.

Dabei steht die möglichst natürliche Entwicklung des Kindes im Vordergrund, d.h. die entscheidenden Punkte bei der Festlegung sind, wie weit das Kind in seinem bekannten Umfeld bleiben kann, welche Bezugspersonen erhalten bleiben und welche alltäglichen Situationen soweit möglich unverändert bleiben.

Umgangsrecht

Das Umgangsrecht ist ein wechselseitiges Recht zwischen Eltern und Kind, d.h. sowohl die Eltern haben das Recht regelmäßig Umgang mit dem Kind zu haben, als auch das Kind mit seinen Eltern. Hinter dieser Gesetzgebung steht der Gedanke, dass ein Kind für seine natürliche Entwicklung eine regelmäßige Beziehung zu beiden Eltern benötigt. Nur in Ausnahmefällen wie Gewalt oder Misshandlung gegenüber dem Kind kann der Umgang eines Elternteils vollständig abgebrochen werden.

Die praktische Durchführung des Umgangsrecht hängt stark mit dem Alters des Kindes und seinen damit verbundenen Bedürfnissen zusammen. Während bei sehr jungen Kindern der Umgang in der Regel stundenweise ist, können bei älteren Kindern durchaus längere, Übernachtungen einschließende Phasen festgelegt werden. So ist für schulpflichtige Kinder oft eine Zeitspanne von Freitag bis Sonntag üblich.

Haben Sie weitere Fragen zu rechtlichen Regelungen mit Kindern im Familienrecht oder benötigen Sie individuelle Beratung, weil bei Ihnen ein oder mehre Spezialfälle zutreffen? Gerne berate ich Sie als Fachanwalt für Familienrecht und kläre mit Ihnen Ihre persönliche Situation.

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Sören Machleb
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Ihr Fachanwalt für Familienrecht Sören Machleb
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